Neue Arbeiten

2019  CROSS-OVER-ME

 

CROSS-OVER-ME
Florian Förster/ Lena Braun/ Luisa Pohlmann

(23. Juni - 27. Juli 2019)


Vernissage: Freitag 28. Juni, 19h

art space Barbiche - Potsdamerstraße 151 - 10783 Berlin

 

LENA BRAUN setzt sich für CROOS-OVER-ME als interdisziplinär arbeitende Künstlerin mit dem Thema 100 Jahre Bauhaus auseinander. In bester Dada-Manier webt Lena Braun das Bauhaus-Machotum hinweg, indem sie Randseitiges upcycelt und zu Kunst erhebt. Ihre Arbeiten befreien das solitäre Nebeneinander von Kunst und Handwerk und ebnen den oft vergessenen Weberinnen des Bauhauses den Weg hinaus aus der Webwerkstatt, schenkt ihnen den Zugang zum verbotenen Baustoff Beton.

 

Die Bandbreite von Brauns Arbeiten (Text/Bild/Bühne) zeichnet sich aus durch das immer wieder neue Experimentieren mit Materialien die ARTfremd und eher dem femininen Art-Croft-Bereich zuzuordnen sind: Textilien, Gewebe, Unikate, die bewusst hausgemacht aussehen, alles restlos Ausnahmeerscheinungen, die sich durch ihre Nicht-Reproduzierbarkeit bewusst gegen den allzukühlen Glanz des Kunstmarkts stemmen.

WIR WERDEN GEWEBT HABEN

WIR WERDEN GEWEBT HABEN

WE WILL HAVE WOVEN


Eine bespielte Installation von Lena Braun, Ina Wolf und Zsuzsa Klemm

Ort: Polymedialer Ponyhof, Kienitzerstrasse 11, 12053 Berlin

 

Fr 14.6.2019, Installation zu sehen: 14h - open end/ Interaktion 17-19h

Sa 15.6.2019, Installation zu sehen: 14h - open end/ Interaktion 17-19h

So 16.6.2019, Installation zu sehen: 14h - open end/ Interaktion 15-17h

 

Die 2 x 10 Meter große Installation WIR WERDEN GEWEBT HABEN von Lena Braun, Ina Wolf und Zsuzsa Klemm thront wie ein zeitloses Wandgemälde auf der Terrasse des Polymedialen Ponyhofs. Die Installation besteht aus 9 goldenen Webrahmen, die auf die Tätigkeit der drei berühmten Schicksalsfrauen verweisen, die zu Füßen des Weltenbaums das Schicksal der Menschen weben. Diese schicksalsbestimmenden Wesen gibt es in vielen Mythologien, sie heißen Nornen, Moiren, Parzen oder auch Zorya, sie alle gehen auf eine uralte namenlose Dreiheit zurück.

In der Installation WIR WERDEN GEWEBT HABEN sind die Schicksalsfäden schon gespannt. Das Künstlerinnen-Trio verweist mit ihren Arbeiten auf die drei Grundfragen des Lebens: Was war vor uns? Was geschieht jetzt? Wie sieht die Zukunft aus? Die mythischen Schicksalsfrauen symbolisieren die drei Daseinsebenen des Menschen und ihre Funktion findet Entsprechung in unserer Grammatik. Das Hilfsverb werden fungiert wie ein Sprungbrett in die Zukunft, wir lokalisieren mit ihm einen Sachverhalt in der Zukunft (Futur I), wir beschreiben mit ihm ein Verhältnis zwischen zwei Zeitpunkten die beide in der Zukunft liegen (Futur II) und wir verdoppeln diese Angelegenheit sogar noch im Futur III: WIR WERDEN GEWEBT HABEN.

Ina Wolf fügt zu den von Zsuzsa Klemm dargestellten Nornen und den von Lena Braun gewebtem Lebensbaum im See, das Futur III-Element hinzu. „Seit uralter Zeit vermögen Schamanen einen spirituellen Blick auf die Zukunft zu werfen, um den in der Gegenwart gefangenen Menschen zu helfen ihr Leben zu verbessern. Darum gebrauchen wir FUTUR III: Wir werden unser Leben verbessert haben!“ Ina Wolf verweist in ihrer Arbeit auf Pilze mit psychedelischen Wirkung die in Mittel – und Südamerika Fleisch der Götter genannt wurden, da sie zur Kontaktaufnahme mit den Ahnen, Göttern für Heilritualen eingesetzt wurden. Diese Pilze symbolisieren unser Futur III, die mögliche Zukunft, denn manche Forscher behaupten, dass die Microsporas der Pilze aus dem Kosmos kamen, da dieses Wesen weder zu den Pflanzen, noch zu den Tieren gehören und weder Licht noch Sauerstoff brauchen um sich zu entwickeln, sie sind wahrhaft außerirdisch!

Neukölln ist der Bezirk der Zukunft, hier wird gedacht und entwickelt, wir sind in Berlin der Bezirk der nach vorn schaut, der Bezirk in dem sich Hippster und Start-Ups tummeln, wir beherbergen ein kleines Silicon Valley, aber nicht nur das, wir sind auch der Multikulti-Bezirk der kreative Traditionen beherbergt und künstlerischem Schaffen Raum bietet. In Neukölln gibt es Schneiderwerkstätten im Wohnzimmer, Strickstudios in der Küche, Wohnateliers-Ateliers und Keller-Studios. Und wir alle, egal ob Hippster, Künstlerin oder Heim-Kunst-Werker haben eines gemeinsam: Wir schauen in die Zukunft, wir träumen von Möglichkeiten, wir spinnen unser Schicksal und nehmen es selbst in die Hand, sind Fortuna und Füllhorn zugleich.

WIR WERDEN GEWEBT HABEN nimmt zudem mit einem zwinkernden Auge und auf feministische Weise Bezug zu 100 Jahre Bauhaus, denn Bauhaus verbot Frauen künstlerisches Schaffen jenseits des Webstuhls. Darum vereint WIR WERDEN GEWEBT HABEN traditionelle Kunst- und artcraft-Medien zu einem Werk.

 

Die Installation ist außerdem interaktiv, der Betrachter wird selbst Gestaltender. Auf der Terrasse des Ponyhofs gibt es einen Tisch mit Origamipapier. Hier darf der Festivalbesucher Platz nehmen und aktiv werden.

 

DER BAUM DER WÜNSCHE

Das Publikum formuliert Herzenswünsche, schreibt sie auf, faltet das Papier zu einem Band und knüpft es an den Lebensbaum der Installation.

 

DER BAUM DER WÜNSCHE WÄCHST

Das Publikum darf Lebensbaum-Blätter basteln/ausschneiden und an den Lebensbaum hängen.

 

MEIN SCHICKSALSSCHWAN

Das Publikum faltet in Origamitechnik winzige Schwäne, die auf dem Pool des Ponyhofs gemeinsam in eine fröhliche Zukunft schwimmen.

 

www.zsuzsa-klemm.com

 

www.lenabraunberlin.com

 

Ina Wolf studierte Kunst an der Sofioter Universität „Hl. Kliment Ohridski“ (bulgarischСофийски университет „Св. Климент Охридски in Sofia/ Bulgarien an. Sie ist neu in Berlin.

 

GOLDTRAIN

Ausstellung GOLDTRAIN - September 2016, Galerie K-Salon, Berlin. Bergmanstraße

IN BED WITH FRIDA

Collagen und Mixed Media Arbeiten 2016

Thema ist die Frau in der Kunst und Kunstgeschichte. Lena Braun bekennt sich zu ihren Ursprung: DADA und rückt ihm mit Collage-Elementen, Hüftgold und einer tranparenten Farbgebung zu Leibe.

UND ÜBERMORGEN HOL ICH MIR ...

Installation, Performance und Ausstellungsbeitrag

Oktober 2015, Galerie K-SALON, Berlin

Werke

Unikatdrucke 2007 - 2012

Collagen 2013 - 2015

Die Unikatdrucke (Arcyl auf Papier) sind limitierte kleine thematische Serien. Jeder Print ist unterschiedlich, manche von ihnen enthalten Collagelemente, andere aufwenige malerische, teilweise changierende, Farbfelder und -verläufe. Die Motive haben unterschiedliche Größen,  wobei 80 x 60 das bevorzugte Bildmaß ist.

 

Die Collagen werden in Din A 3 Scriptbooks auf schönem champagnerfarbenen weichem Papier gefertigt. Die Technik variiert, einige Arbeiten enthalten zeichnerische Elemente, für die eine große Palette an  Farben wie Schminkstifte, Acryl, Leucht- und Wachsstifte oder Tusche Verwendung findet. Das Bildmaterial stammt aus hochwertigen zum Teil antiquen Büchern und Bänden, internationalen Magazinen und Onlinerecherchen.

Serien

UNIKATDRUCKE

2006 Hommage á Angelika Kauffmann

2007 Like Her

2008 Hommage á Anita

2009 Three of us

2010 Redefinition

2011 Lost & Found

2012 Divamania

 

 

Serien

COLLAGEN/ MIxed Media

2013 Buchillutrationen Barnes Adaption

2013 Architekt my life

2013/14 Birds

2014 Circus Circumstances

2014 Female Nature

2015 Female Freaks

2015 Effis Schloon

2015 Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

2015 Und übermorgen hol' ich mir ...

2016 Dada meets High Art

2016 In Bed with Frida

2016 Goldtrain

Mixed Media 2015

Lena Braun arbeitet häufig interdisziplinär. Ihre aktuellen Bühnenprojekte UND ÜBER-MORGEN HOL ICH MIR DER KÖNIGIN IHR KIND (Female Freaks) und WEIL ES MIR GEFÄLLT - Aus dem Leben einer First Lady (Katharina die Grosse) nehmen neben der Textarbeit auch in Collagen und Frottagen Gestalt an.

 

Eine Auswahl dieser Arbeiten waren in der THE BALLERY, Nollendorfstraße 11, Berlin-Schöneberg und im Löwenpalais/ Stiftung Starke, Berlin-Grunewald zu sehen.

Effis Schloon

Mixed Media 2015

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